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IG Metall Detmold: Aufruf zur Kundgebung # Fairwandel am 29. Juni in Berlin

Detmold, 12.06.2019                                                                                                                   
  

IG Metall Detmold: Aufruf zur Kundgebung #FairWandel am 29. Juni in Berlin

  1. Aus technischem Fortschritt muss sozialer und ökologischer Fortschritt werden

  2. Beschäftigte brauchen Sicherheit und Perspektiven in der Transformation

  3. Arbeitgeber und Politik müssen jetzt entschlossen handeln

 

Detmold - Die Uhr tickt: Deutschland steht vor einem tiefgreifenden Umbruch: Klimawandel, Globalisierung und Digitalisierung lösen gewaltige Veränderungen aus. Auch in den Betrieben Lippes kommt dieser Druck immer stärker an. „Wir wollen, dass die Veränderungen fair ablaufen. Aus technologischem Fortschritt muss sozialer und ökologischer Fortschritt werden. Es geht um sichere und zukunftsfähige Beschäftigung. Und es geht um die Zukunft der nächsten Generationen“, sagt Erich Koch 1. Bevollmächtiger in Lippe.

Deshalb ruft die IG Metall zur Kundgebung am 29. Juni am Brandenburger Tor in Berlin auf. Unter dem Motto #FairWandel wollen wir ein deutliches Zeichen setzten für einen sozialen, ökologischen und demokratischen Wandel. Dabei sein werden auch gut 250 Funktionäre aus den Betrieben Lippes, von einer Belegschaftsgröße von 80 bis zu 4500 Beschäftigten.

Mehrere Tausend junge Metallerinnen und Metaller werden in einem eigenen Demonstrationszug vom Roten Rathaus zum Brandenburger Tor ziehen und dabei mit Aktionen zu Ökologie, Ausbildung und Arbeitszeit ihrer Forderung nach einer gerechten Transformation Nachdruck zu verleihen.

 „Wir haben keine Zeit mehr, Grundsatzdebatten zu führen, Arbeitgeber und Politik müssen jetzt dringend handeln“, sagt Nikolaus Böttcher zuständiger Jugendsekretär „Die IG Metall will die Transformation der Industrie gestalten, die Regeln mitbestimmen. Wir müssen jetzt in der Öffentlichkeit deutlich machen, dass es ohne uns nicht geht.“

Der Transformationsatlas der IG Metall zum Stand der Digitalisierung und des ökologischen Umbaus zeigt, dass der Handlungsbedarf groß ist. Knapp die Hälfte der befragten Betriebe im Organisationsbereich der IG Metall hat keine oder keine ausreichende Strategie zur Bewältigung der Transformation.

Um die anstehenden Veränderungen zu stemmen, fordert die IG Metall ein Durchstarten in der Verkehrs- und Energiewende, die Sicherung von Beschäftigung am Industriestandort Deutschland und Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt. Dazu sind massive Investitionen in neue Produkte und Geschäftsmodelle, Infrastruktur und Qualifizierung nötig, mehr Mitbestimmung und Beteiligung sowie eine verlässliche Absicherung in jedem Lebensalter und in jeder Lebensphase.

„Jetzt werden die Weichen gestellt. Betriebsräte, Vertrauensleute, Gewerkschafterinnen sind in den Betrieben längst aktiv. Nun müssen Arbeitgeber und Politiker endlich liefern. Dafür demonstrieren wir in Berlin“, sagt Erich Koch

Auf der Kundgebung sprechen auch Repräsentanten von Umwelt- und Sozialverbänden. Die Kundgebung am 29. Juni in Berlin beginnt um 13 Uhr, das Vorprogramm ab 11 Uhr. Vor dem Brandenburger Tor sprechen Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland NABU, Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Ulrich Lilie Präsident der Diakonie, und Jasmin Gebhardt, Jugend- und Auszubildenden-vertreterin der Schaeffler Technologies. Das Kulturprogramm werden Clueso, Silly, Culcha Candela und das Berlin Boom Orchestra bestreiten.